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    <title>Radreise Baltikum, Süd-Skandinavien</title>
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    <description>Mit Rad und Zelt durch Pommern, Kaliningrad, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Schweden</description>
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      <title>Radreise Baltikum, Süd-Skandinavien</title>
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 <title><![CDATA[Wieder zurück in Lübeck]]></title>
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<description><![CDATA[Manchmal geht eine Reise schneller vorbei, als man es merkt. Man schlittert förmlich in ihr Ende hinein - der Körper sitzt schon in der Fähre nach Kiel oder im Zug nach Lübeck, während der Geist noch irgendwo in der Ferne weilt und nicht die geringsten Anstalten macht, nachzukommen. Und das ist insbesondere dann der Fall, wenn sich aufgrund einer spontanen Laune an eine Zugfahrt nach Göteborg eine Fährfahrt nach Kiel und damit die Heimkehr anschliesst.<br />
<br />
Alles Dinge, die wir gestern Morgen noch nicht erahnen konnten. Da radelten wir noch im besten Glauben los, in heroischer Manier 110 km nach Göteborg abzureissen. Dank des Tipps von Frank aus Winsen war die Fahrt nach Boras eine einzige Genussfahrt. In Boras allerdings sank unsere Motivation auf die restlichen 60 km ein wenig ab, was vor allem damit zu tun hatte, dass es im Grunde keinen Anlass zur Hetze gab. Als man uns in der TouriInfo noch darüber aufklärte, dass die einzige relativ direkte Radroute nach Göteborg nicht wirklich zu empfehlen sei, schwand sie noch rapider. Eigentlich mehr aus Spass erkundigten uns nach der Möglichkeit, zusammen mit den Rädern in der Bahn in die Metropole zu reisen. Die junge Dame griff beherzt zum Telefon und fragte im Bahnhof nach - ja, es sei erlaubt, hiess die Antwort. <br />
<br />
So gaben wir unserem inneren Schweinehund nach, radelten zum Bahnhof und fragten ein weiteres Mal am Fahrkartenschalter nach. Ja, das sei kein Problem in den lokalen Zügen, sagte man uns. Und auch, dass die Tickets beim Zugpersonal zu kaufen seien. Mit dieser wertvollen Information begaben wir uns an den Gleis und warteten. Als der Zug um 15.37 Uhr einrollte, hiess es erstmal Fakten schaffen: Wir wuchteten Räder und das vorher abgenommene Gepäck in den Zug, stellten die Räder mehr schlecht als recht in den Wagon und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Und die Dinge kamen, und zwar in Gestalt einer resoluten Schaffnerin. Sie gab uns schnell zu verstehen, dass die Radmitnahme in diesem Zug aus Sicherheits- und Platzgründen nicht erlaubt sei. Wir erzählten ihr die Vorgeschichte, worauf hin sie meinte, dass die Leute im Bahnhof keine Ahnung und zudem nicht mehr alle Tassen im Schrank hätten. Da sie uns nun nicht mehr hinauswerfen konnte, kassierte sie zerknirscht das Fahrtentgelt ab. Aber auch das klappte nicht, da sie bei einem Fahrpreis von ca. 300 SEK nicht auf einen 500 SEK - Schein rausgeben konnte und ihre schwedische Hightechkasse nicht mit unserer Mastercard klarkam. Schließlich knöpfte sie uns noch zerknirschter nur das Geld ab, was wir außer dem 500er Schein noch hatten.<br />
<br />
So weit, so gut. Doch zwei Haltestellen später erschien eine weitere Komplikation - und zwar in Gestalt eines Rollstuhlfahrers. Eine Person also, auf die man in diesem hochgradig fortschrittlichen Land Schweden - zumindest in Regionalzügen - nicht eingestellt ist. Nach einigem Hin und Her kramte die Zugbegleiterin eine mittelalterlich anmutende Blechrampe hervor, über die der arme Mensch mit seinem E-Rollstuhl in den Wagon fahren konnte. Ich verzog mich mit meinem Rad vor die Kaffeküche des Zuges und Claudi faltete sich mit senkrecht gestelltem Rad in irgendeine Ecke. Doch trotzdem fand der Rollimann kaum Platz, was jedoch nicht an unseren Rädern, sondern der Bauweise des Zuges lag. Letzten Endes musste sich der Ärmste irgendwie in den Gang quetschen, so dass alle Fahrgäste über ihn hinüber klettern mussten. In Göteborg schliesslich bedurfte es vierer Hilfskräfte, um ihn rückwärts über die steile Rampe wieder ins Freie zu bugsieren. Armes Schweden - zumindest in Sachen Zugverkehr.<br />
<br />
Klar, dass wir in Göteborg ein wenig gestresst einliefen. Irgendwie hatten wir wenig Lust auf eine weitere Portion Grossstadttrubel; und da wir über Flexiticket der Stena-Line verfügten, erlagen wir der Versuchung, einfach zum Fährhafen zu radeln und uns einzuschiffen (im Sinne von <b>in der Fähre einchecken</b>, versteht sich). Was natürlich etwas schade war, da wir entgegen Ulrikes Info noch nie in Göteborg gewesen sind. Aber nach Tallinn, Helsinki und Stockholm sowie Gdynia, Danzig, Kaliningrad und Riga wird selbst Göteborg nur noch zu einer Ansammlung von Häusern mit nervigem Verkehr dazwischen. Und so schipperten wir ab 19 Uhr dem norddeutschen Festland entgegen und schlugen uns am Abendbuffet die Bäuche voll. <br />
<br />
Heute Morgen erreichten wir das verregnete Kiel, schoben unsere Räder in das hervorragend ausgebaute Fahrradabteil eines Regionalexpress und düsten nach Lübeck. Die letzten sechs Kilometer vom Bahnhof zu unserer Wohnung machten dann noch einmal Lust auf eine weitere Etappe - doch vorbei ist vorbei ist vorbei. Aber nach der Reise ist ja bekanntlich immer vor der Reise.<br />
<br />
Zum Schluss möchten wir uns bei allen Blog-Leserinnen und Lesern für das Interesse und die Kommentare bedanken. Es war immer ein tolles Gefühl zu wissen, dass sich liebe Menschen für unsere Radreise interessieren! Ebenso bedanken wir uns ganz herzlich bei Ulrike für ihre erfrischenden Vertretungs-Einträge, die wir immer mit besonderem Genuss goutiert haben!<br />
<br />
Weiterer Dank geht an Wolfgang und Ingrid, die in unserer Abwesenheit die mühevolle Arbeit auf sich genommen haben, unsere Wohnung und vor allem unseren Schrebergarten in Schuss zu halten - ohne ihre Hilfe müssten wir uns jetzt mit der Machete durch den Busch hauen. <br />
<br />
Und last but not least geht unser herzlicher Dank an die Manufaktur Räderwerk-Liebmann, auf deren Reiserädern sogar das Bergauffahren bei Gegenwind noch jede Menge Spass machte. Defekte gab es übrigens keine, nicht einmal einen Plattfuss. <br />
<br />
Zum Anschluss noch ein wenig Statistik:<br />
<br />
Radkilometer Frank: 1.850 km<br />
Radkilometer Claudi:   802 km      <br />
Längste Etappe: 143km (Gdynia - Fromborg) <br />
Schönstes Wetter: Kaliningrad, Nida, Tallinn (z.T. >35°, Sonne)<br />
Schlimmstes Wetter: Stockholm (Dauer-Wolkenbruch)<br />
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Frank und das Mörko-Monster<br />
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   <br />
    <br />
]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=264</comments>
 <pubDate>Wed, 18 Aug 2010 21:26:23 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Nachtrag]]></title>
 <link>index.php?itemid=263</link>
<description><![CDATA[Nachdem Frank und Claudi sich ja heute schon aus Borås gemeldet haben, ist es nun an mir, die evtl. letzten bzw. fast letzten Worte hier zu verfassen.<br />
Es ist nämlich so, dass die zwei tatsächlich das nette Zugpersonal überzeugen konnten, sie und ihre vollbepackten Räder mitzunehmen. So landeten Claudi und Frank also recht früh (um 17 Uhr) im schönen Göteborg und bekamen sogar noch die heutige Fähre zu fassen. Diese fährt um 19 Uhr los und morgen sind sie dann zur Mittagszeit wieder in Lübeck. Wahrscheinlich hat sie das schlechte Wetter davon abgehalten, sich noch etwas in der Stadt umzusehen aber sie waren ja nicht das erste Mal dort.<br />
Ich denke mal, dass Frank sich noch mal melden wird, wenn die beiden tatsächlich wohlbehalten zu Hause gelandet sind.<br />
Von mir war es das auf jeden Fall.<br />
Gruß an alle<br />
Ulrike<br />
]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=263</comments>
 <pubDate>Tue, 17 Aug 2010 19:00:33 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Borås (sprich: Boross)]]></title>
 <link>index.php?itemid=262</link>
<description><![CDATA[Zunächst einmal besten Dank an Frank aus Winsen fuer den Spitzentipp mit dem Radweg von Ulricehamn nach Borås. Das waren 45 km entspanntes Radeln auf einem ruhigen, autofreien und hervorragend befahrbaren Radweg! Genau das Richtige nach unserer gestrigen Autobahntortur.<br />
<br />
Zu unserer Routenänderung: Wir haben in Borensberg entschieden, den Götanal zu verlassen, weil dieser zwar anfänglich ganz nett war, langsam aber an Reiz verlor. Verlockend war ausserdem, ueber Gränna etc. die Strecke ein wenig zu verkuerzen, um so ein paar Tage frueher zu Hause zu sein. Claudi hat noch jede Menge fuer ihr Studium zu tun, und auf mich warten Berge von Buegelwäsche, schmutzigen Tellern und sonstigen Unappetitlichkeiten:-)<br />
<br />
<br />
<br />
Mit ein wenig Schaudern denken wir daran zurueck, wie wir uns gestern wagemutig ueber die Reichsstrasse 40 von Jönköping nach Ulricehamn gekämpft haben. Da es keinen Alternativweg gibt, waren wir mehr oder weniger gezwungen, dieses Betonband zu benutzen; es zum umradeln hätte riesige Umwege bedeutet - und die hindern beim Kilometermachen. Aber der Reihe nach: <br />
<br />
Nach dem Fruehstueck im altbackenen Hotel in Gränna ging es ueber eine recht huegelige Strasse nach Jönköping. Vor unserem Blogeintrag fragten wir noch in der TouriInfo nach der Beradelbarkeit der Strasse 40 und bekamen zur Antwort, dass man uns das nicht empfehlen könne. Das war uns schon klar, dass eine fette Ueberlandstrasse kein Geheimtipp ist. Was wir aber nicht wussten, war, dass die 40 in voller Länge aus dem beruechtigten 1 / 2-Spuren Wechselspiel besteht. Das heisst, es gibt abwechselnd mal eine, mal zwei Spuren je Fahrtrichtung - und das ohne nennenswerten Randstreifen. Bei zwei Spuren geht das noch einigermassen, weil P- und LKWs ausweichen können. Bei nur einer Spur geht das aber nicht mehr, weil in der Mitte der Strasse eine Leitplanke das Ausweichen verhindert. Und so rollt man auf einem engen Fahrstreifen dahin, während die Fahrzeuge um Armeslänge an einem vorbeirasen. Keine Frage, ein solches System können sich nur Leute ausgedacht haben, die Fahrräder nur vom Hörensagen kennen und sich ansonsten auch nur wenige Gedanken in ihren Benzinschädeln machen. <br />
<br />
So legten wir hochkonzentriert 35 km zurueck, immer in der akuten Gefahr, Geschichte zu werden. Sobald es ging, verliessen wir die Horrorstrasse und fuhren ueber ruhuige Nebenwege am fruehen Abend nach U'hamn hinein. Berge und Umwege nahmen wir dabei gerne in Kauf. Weil uns mal wieder nicht nach zelten war, enterten wir ein zentral gelegenes Hotel, verkrochen uns in die Betten und erfreuten uns daran, noch am Leben zu sein.<br />
<br />
Heute Morgen ging es nach einem opulenten Fruehstueck weiter. In der TourInfo lasen wir Franks Tipp und befolgten ihn. Nun sitzen wir im Bahnhof von Borås an einem Internetterminal. Und zwar nicht nur, um zu Bloggen, denn wir warten auch auf einen Zug! Auf einen Zug? Genau. Nachdem wir noch heute Morgen ins Auge gefasst hatten, evtl. bis nach Göteborg durch zu radeln (insgesamt ca. 110km), verliess uns in Borås ein wenig der Tatendrang (wohl wegen des trueben und regnerischen Wetters). Wir hielten es erst fuer das Beste, hier zu bleiben und die restlichen 60 km morgen zu absolvieren. Dann erschien wie durch ein Wunder der Bahnhof, und auf unsere Nachfrage hin sagte man uns, dass die Radmitnahme nach Göteborg möglich sei. Korrumpiert von Chance, uns muehseliges Strampeln und Grosstadtgewirr zu ersparen, sitzen wir nun im Bhf und warten auf den Zug. Angeblich soll es von Zugpersonal abhängen, ob wir unsere Räder befördern können. Mal sehen, was passiert. Entweder, wir landen noch heute in Göteborg, oder aber wir radeln eben morgen die letzen 60 km. <br />
<br />
Unsere Fähre haben wir uebrigens bereits fuer morgen Abend gebucht. Dann ist unsere kleine Radreise wohl zu Ende, so traurig es auch ist.   <br />
<br />
]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=262</comments>
 <pubDate>Tue, 17 Aug 2010 15:02:30 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Ulricehamn]]></title>
 <link>index.php?itemid=261</link>
<description><![CDATA[... also ich weiß ja nicht. Angeblich wollen Claudi und Frank heute tatsächlich 95 km geschafft haben... Ist eigentlich mal irgendjemand von Euch in ihrer Heimatstraße (weiß gerade nicht, ob ich sie beim Namen nennen darf) vorbei gefahren und hat geguckt, ob der Wagen da noch steht? Ich glaube ehrlich gesagt gerade nicht daran, dass sie die Strecke mit dem Rad überwunden haben. Naja, was solls, ich bin schließlich nur angestellt, um per sms geschickte Informationen ins Netz zu stellen. Wie beim LOTTO also ohne Gewähr!!!<br />
Von ihren zurückgelegten Kilometern mussten sie ganze 30 km auf der Straße Nr. 40 abradeln, auf der man sich anscheinend vorkommt wie auf einer Autobahn bzw. schlimmer, da kaum ein Randstreifen vorhanden ist. Wie sich wohl jeder denken kann, wurde dann ein Zimmer gebucht in dem schönen Ulricehamn. (Es MUSS schön sein. Allein der Name ist Beweis!!!)<br />
Tja, und mehr Informationen habe ich heute auch nicht bekommen. Das trifft sich auch ganz gut, da mich die sms von Claudi mal wieder in einem sehr weinseligen Moment erwischt hat und ich nicht in der Lage bin, mich länger zu konzentrieren...<br />
Also liebe Leute, macht es gut.<br />
Ulrice ääähhh Ulrike]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=261</comments>
 <pubDate>Mon, 16 Aug 2010 21:57:16 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Kurzer Zwischenstopp in Jönköping]]></title>
 <link>index.php?itemid=260</link>
<description><![CDATA[Dies ist ein kurzer Zwischenbericht aus Jönköping,wo wir gerade an einem öffentlichen Internetterminal sitzen und beim Lesen von Ulrikes Einträgen fast von den Stuehlen gefallen wären - vor Lachen und Begeisterung. Da hofft man ja schon fast, dass die Net-Infrastruktur weiterhin so duerftig bleiben möge...<br />
<br />
Nachdem wir heute Morgen unser Hotel im schönen Gränna (stimmt Ulrike,wir nächtigen auf dieser Reise recht oft im Hotel, aber das muessen wir tun,damit wir unser schönes Aussehen auch nicht gefährden) verlassen haben, ging es bei bedecktem Himmel und leichtem Regen auf die Strasse. Nach einigen mässigen bis ärgerlichen Anstiegen haben wir nach 40 km Jönköping erreicht, eine eher blasse Stadt am Suedufer des Vätternsees. <br />
<br />
Nach unserem Zwischenstopp geht es weiter nach Ulricehamn, das wir nur deshalb ansteuern,um dort unserer Vertretungs-Bloggerin ausreichend zu huldigen. Auf dem Weg dorthin erwarten uns ca. 35 km verkehrsreiche Fast-Autobahn ueber sehr bergiges Terrain, aber wir wollen heute Meilen machen und schenken uns nichts. Von dort aus sind es nur noch zwei Etappen bis Göteborg.     <br />
<br />
So, jetzt schwingen wir uns wieder auf die Räder und stuerzen uns ins Getuemmel! ]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=260</comments>
 <pubDate>Mon, 16 Aug 2010 14:32:45 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Über Ödeshög nach Gränna]]></title>
 <link>index.php?itemid=259</link>
<description><![CDATA[Es war einmal ein verliebtes Pärchen, das auszog - nicht um der Welt das Fürchten zu lehren - sondern um die Welt zu erkunden. Nachdem sie die italienische Lebensart ausreichend erkundet und genossen hatten, zog es sie weiter nach Südamerika, in die grüne Welt des Dschungels und nach Asien, Welt der Billig-Kopien technischer Gerätschaften und Kontinent des leckeren Essens.<br />
Aber das war alles nicht genug, nein. Die Entdeckerlust erwachte gerade erst und das Fahrrad als adäquates Fortbewegungsmittel wurde so richtig erkannt. Gerade den Jüngling Frank zog es in die Welt und da China mit dem Rad zwar ein großer Traum aber erstmal unerreichbar war, so gab er sich (noch) mit weniger zufrieden und stürzte sich in die Welt der Wickinger, der Seen und Mücken, der teuren Campingplätze und in die Welt von IKEA...<br />
Seine holde Frau, die die Sehnsucht in die Arme ihres Mannes trieb, verweilte nur noch kurz in der Heimat und stürzte sich dann ebenfalls - getrieben von der Liebe und der Abenteuerlust - ins nordische Reich der Königshäuser... nach Südskandinavien bzw. genauer: Südschweden.<br />
<br />
So begab es sich, dass die mutigen Radwanderer sich bei diesmal ungünstigerer Witterung (zwar 20 Grad aber viele Wolken und Schauer) wieder auf ins Ungewisse machten und da sie guter Dinge waren und sie sich die Tage vorher hatten gehen lassen, schafften sie tatsächlich die unglaubliche Strecke von 90 km durch heimelige Felder, auf der fleißige Bauern ihr Feld bestellten und hübsche Mägde das Vieh hüteten. Auf ihrem Weg passierten sie auch das Örtchen Ödeshög, welches in der Provinz Östergötlands län und der historischen Provinz Östergötland liegt und zugleich der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde ist. Im Ort befinden sich als Sehenswürdigkeiten die alte Kirche von Ödeshög, ein Heimathof und die alten Restaurants rund um den Marktplatz. <br />
Die Funde aus der Steinzeit und Felszeichnungen, die in der Umgebung von Ödeshög gemacht wurden, weisen auf eine frühe Besiedelung der Gegend hin. Ebenso wurden Ruinen von Gebäuden des Mittelalters entdeckt...<br />
<br />
So verlockend auch eine Pause in dieser, die beiden willkommen heißenden, Ortschaft war; das mutige Paar gönnte sich weder Rast noch Ruh und plagte sich weiter durch gewaltige Regenschauer, die die holde Maid und den starken Recken bis auf die Haut durchnässten. Es trug sich aber auch so zu, dass ein angenehmer Rückenwind und die anschließend schöne Landschaft die beiden nicht verdrießlich werden ließ. So kamen sie an einem idyllischen See, namens Vättern mit dunklen und wahrhaftig gefährlichen Wäldern vorbei und ohne zu zögern radelten sie hindurch. Dort begegneten sie auch einem kleinen Jungen mit blonden Haaren und einer Mütze, der mit seinem Ferkel durch den Wald lief und dabei allerlei Schabernack trieb. Der Vater des Jungen lief mit zornesrotem Gesicht hinter ihm her und schrie aus leibeskräften: Miiiiiiichel....!!<br />
Für den heutigen Tag hatten sie damit aber auch  genug erlebt und sie gönnten sich ein Zimmer, um ihre zerschlissene Kleidung wenigstens trocknen zu können. Dieses Zimmer liegt in der wunderschönen Ortschaft Gränna und wer es (mit dem Lesen) bis hier geschafft hat, der kann sich auch noch die restlichen Infos über Gränna zu gemüte führen (kopiert aus Wikipedia):<br />
<br />
Gränna ist ein Ort (tätort) in der südschwedischen Provinz Jönköpings län und der historischen Provinz Småland.<br />
<br />
Der Ort liegt in der Gemeinde Jönköping, am östlichen Rand des Sees Vättern. Sie wurde 1652 unter dem Namen „Brahe-Grenna“ von Per Brahe dem Jüngeren gegründet. Brahe-Grenna war die erste und einzige schwedische Stadt, die adlige anstelle von königlichen Stadtrechten bekam.<br />
<br />
Gränna ist bekannt als Zentrum für die Herstellung von Zuckerstangen, die in traditionell rot-weißer Färbung unter dem Namen Polkagris vertrieben werden, und für seine Obstplantagen. Vom Ort besteht eine Fährverbindung zur Insel Visingsö. Im Sommer ist Gränna eine beliebtes Ziel für Touristen. Die Bebauung der zentralen Stadtteile besteht hauptsächlich aus Holzvillen, die oft einen Garten besitzen. Die Hauptstraße des Ortes wird im Sommer zum Nadelöhr für die touristischen Autoströme.<br />
<br />
So, ich muss mich jetzt wieder an meine reflektierende Dokumentation machen. Claudi und Frank hoffen, morgen wieder selbst ins Netz zu können und wenn sie dies hier dann lesen, dann wird sich ihnen wohl das Nackenfell sträuben und sie werden Euch von da an wieder lieber selbst mit allen nötigen Informationen beglücken.<br />
Bis dahin wars mir aber ein Vergnügen ;o)<br />
Gruß<br />
Ulrike<br />
]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=259</comments>
 <pubDate>Sun, 15 Aug 2010 20:19:56 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Borensberg]]></title>
 <link>index.php?itemid=258</link>
<description><![CDATA[Einen schönen guten Abend allen Blog Lesern!<br />
Ich weiß nicht, ob Claudi und Frank tatsächlich nirgendwo ins Netz kommen oder ob sie nur keine Lust haben, sich etwas einfallen zu lassen. Auf jeden Fall fällt heute wieder mir die Aufgabe zu, alle Interessierten über den heutigen Tag in Schweden zu informieren.<br />
Neidisch macht mich das Wetter: Bei 25 Grad und Sonnenschein konnten die beiden Radler heute ihre angemietete Hütte frohen Mutes hinter sich lassen und sich auf den Weg nach Borensberg machen. Mit 70 km ist das doch endlich mal eine schöne, tagesfüllende Strecke, oder??? Nein, 70 km sind zu viel. Daher haben die zwei ganze 30 km geschummelt. Sie haben die Strecke quer über den Roxxensee genommen. Ich wäre stolz auf sie gewesen, wenn ich nun hätte schreiben können, dass sie die Strecke geschwommen sind...sind sie aber nicht!!! Aber wirklich nur aufgrund der Räder, die die zwei niemandem hätten anvertrauen mögen, haben sie sich eine Fahrradfähre geleistet.<br />
Die gefahrene Strecke entlang des Kanals erinnerte Claudi und Frank dann an unsere heimische Strecke am Elbe-Lübeck-Kanal entlang. Schön, aber gefühlt bekannt. Über ihre heutige Unterkunft wurde nichts berichtet. Ich vermute mal, sie schlafen heute an der Straße, die direkt unter den Göta Kanal hindurch führt. Das würde auf jeden Fall passen.<br />
So, unsere Gäste warten bereits auf mich mit Wein und leckerem Essen. Daher gibt es keine weiteren literarischen Ausschweifungen. Den Job kann Frank wieder übernehmen. Der versteht wenigstens was davon.<br />
Liebste Grüße (von hier aus besonders an Ingrid. Ich denk an Dich und drück die Daumen)<br />
Ulrike<br />
]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=258</comments>
 <pubDate>Sat, 14 Aug 2010 19:43:56 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[13/08 Norsholm]]></title>
 <link>index.php?itemid=257</link>
<description><![CDATA[Hallo an alle Blog Fans,<br />
<br />
nicht umsonst ist heute Freitag der 13. Da wähne ich mich schon in der Sicherheit eines gemütlichen Wochenendes und was passiert: Nachricht vom "Mörkö-Monster" (welches übrigens gar nicht schlimm aussieht, Claudi)<br />
Die zwei haben wieder mal kein Internet in erreichbarer Nähe, also muss ich ran.<br />
Fangen wir mal mit dem Wetter an. Das ist herrlich warm bei 25 Grad und Sonne. Da sollte man doch meinen, an einem solchen Tage wird ein ganzes Stück des Weges geschafft! Aber nein, dem ist nicht so. Läppische 40 km haben die beiden hinter sich gebracht. Herausreden wollen sie sich mit einem teilweise unzumutbaren Gelände. Die Strecke sei sehr steil und die Wege mies, schreibt man mir. Die Strecke beinhalte auch schon eine 10 km lange Umleitung um den See Asplangen, so wird weiter berichtet. Als Belohnung sei aber der Kanal sehr schön.<br />
Nun haben sich Claudi und Frank in der Nähe von Norsholm eine Hütte gemietet. Ich weiß gar nicht, warum sie die ganze Zeit ein Zelt mit sich schleppen, wenn doch nur in Hotels und Hütten genächtigt wird. Hauptsache, die zwei können mich am Ende noch bezahlen.<br />
Morgen geht es dann weiter nach Borensberg. Claudi ist anscheinend sehr erschöpft aber irgendeine Ausrede müssen sie ja haben, wenn sie bereits viertel vor fünf nicht mehr auf dem Sattel sitzen.<br />
Vielleicht geht es ja mehreren Leuten so. Ich hatte bis heute noch nichts über Norsholm gehört. Hier also wenigstens mal die Koordinaten aus dem Netz: Navigation<br />
Latitude 	58° 30" 32'<br />
Longitude 	15° 57" 30' <br />
Der Wetterbericht liest sich für die kommenden Tage hervorragend. Heiter bis wolkig, trocken und am Montag praller Sonnenschein. Vielleicht sollten wir sie dieses Wochenende alle dort besuchen fahren. Das Wetter hier soll ja nicht so prickelnd werden...<br />
Claudi und Frank: Kapten Billes wird im Internet als Tipp gehandelt, aber diese Nachricht erreicht Euch ja nicht rechtzeitig. Ich wünsche Euch noch viele tolle, saubere Campingplätze, damit Ihr Euer ganzes Geld nicht für feste Unterkünfte verprassen müsst. Weiterhin drücke ich die Daumen für ganzkörperliche Schmerzfreiheit und immer genügend Geld für einen leckeren Wein in der Tasche.<br />
Claudi, die Thesen sind im Netz. Du sollt mich nicht so unter Druck setzen. So kann ich nicht arbeiten.<br />
Ines: Grüße vom Worschtfett ans Worschtfett!!!<br />
Schönes Wochenende<br />
Ulrike<br />
<br />
<br />
]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=257</comments>
 <pubDate>Fri, 13 Aug 2010 17:26:12 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Söderköping (sprich: Söderschöping)]]></title>
 <link>index.php?itemid=256</link>
<description><![CDATA[<b>Frank:</b> Wieder mal ein Schnelleintrag, denn wir stehen gerade in der öffentlichen Bibliothek in Söderköpning und haben leider nur kleines Zeitkontingent. <br />
<br />
Heute Morgen haben wir uns erstmal die Bäuche am famosen Hotelbuffet in Nyköping vollgeschlagen, denn fuer das Radfahren braucht man bekanntlich jede Menge Energie. Nachdem es nachts geregnet hatte, verzogen sich die Wolken im Laufe des Vormittags und brachten allerbestes Radfahrwetter zum Vorschein: Sonne, Wärme und sogar Rueckenwind. So soll es sein! Bis Jonåker brausten wir ueber gerade Landstrassen, dann kam die Phase der Bergwertung. Fuer ganze 20km ging es bis zur Fähre auf das Vikbolandet in die Vollen. Eingeleitet wurde diese Teiletappe durch einen veritablen Anstieg von gefuehlten 20% Steigung, danach waren ständige Auf- und Abstiege unsere Begleiter. Als ich zum Scherz sagte, dass hier bestimmt das schwedische Tour de France - Team trainiert, kam uns wie zum Beweis ein Pulk Rennradfahrer entgegen. Alles Weicheier, denn ihre Räder waren leicht und ohne Gepäck. Die wahren Helden der Strasse erkennt man dagegen an den Packsäcken!<br />
<br />
Ausgelaugt von den Bergen erreichten wir schliesslich die Pendelfähre ueber einen Ostseearm. Auf der anderen Seite ging es zum Glueck fuer unsere Waden wesentlich flacher zu, was ich von meiner 2005er-Radreise noch gut wusste. So glitten wir dahin, wähend uns die Sonne einmal mehr die wettergegerbte Haut färbte. Nach 65 km erreichten wir am Nachmittag das wunderschöne Söderköping, eine gemuetliche Kleinstadt mit einem alten, mittelalterlichen Kern. Unser erster Weg nach dem Zeltaufbau fuehrte allerdings erstmal in die Bibliothek, um Euch an unseren Abenteuern in der schwedischen Fremde teilhaben zu lassen! <br />
<br />
Unser Zelt steht uebrigens direkt an den Fluten des Götakanals und duerfte zurzeit von einer Herde Enten bewachte werden, die allesamt darauf warten, von Claudi wieder mit Keksen gemästet zu werden. Gleich im Anschluss an unseren Blogeintrag steht ein wenig Sightseeing auf dem Plan, danach leiten wir einen gemuetlichen Abend vor dem Zelt ein.   <br />
<br />
Morgen geht es entlang des Götakanal-Radweges gen Westen, bis zum Roxen-See. Diesen werden wir entweder mit einem Fahrradboot ueberwinden, oder aber drumherum fahren. Wie auch immer, unser Ziel ist Linköping am Westufer des Sees, wo wir wieder zelten werden.  <br />
<br />
<br />
<b>Claudi: </b>Trotz des Zeitdrucks hier in der Bibliothek will ich mich auch kurz mal zu Wort melden. Ulrike: Wegen des Mörkö Monsters sprechen wir beide uns noch. Vielleicht sehe ich aber auch darueber hinweg, da mir Dein Blog Eintrag sehr gut gefallen hat. Sieh zu, dass Du endlich Deine Thesen ins Netz stellst.<br />
<br />
Mir geht es soweit ganz gut, bislang haelt die Sehne noch (Ines, manchmal bist Du ganz schoen frech. Trotzdem wuensche ich Dir einen schoenen Urlaub und vergiss nicht, den Blog zu verfolgen). <br />
<br />
Ich wollte unbedingt hier nochmal schreiben, wie geduldig Frank beim Fahren mit mir ist. Meine Kondition ist bekanntlich nicht so gut. Er faehrt aber sogar bergauf immer ganz lieb hinter mir und gibt mir nie das Gefuehl, gehetzt zu werden. Das finde ich ausserordentlich bemerkenswert. Jeder der selbst Fahrrad faehrt und bei guter Kondition ist, kann sich vielleicht vorstellen, wie nervig es ist, so einen langsamen Klotz am Bein zu haben. Ansonsten liebe Gruesse an all die fleissigen Blog Schreiber. Leider koennen wir nicht immer adaequat reagieren, da wir unsere Eintraege meist unter Zeitdruck schreiben. <br />
<br />
Klaus: Vielen Dank auch fuer die lieben Gruesse. Leider koennen wir Dir diesemal keinen Whisky mitbringen, da die Preise hier viel zu hoch sind.]]></description>
 <category>Unterwegs</category>
<comments>index.php?itemid=256</comments>
 <pubDate>Thu, 12 Aug 2010 18:29:31 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Nyköping]]></title>
 <link>index.php?itemid=255</link>
<description><![CDATA[Frank: Erstmal vielen Dank an unsere professionelle Vertretungs-Bloggerin Ulrike! Angesichts ihres kurzweiligen und brilliant recherchierten Eintrages ist es fast schon schade, dass wir hier in Nyköping ein Internetcafé gefunden haben und nun selbst bloggen muessen... Wie dem auch sei, die Ähnlichkeit von Claudi mit dem Mörkö-Monster kann in der Tat - und dann vor allem nachts im Zelt - nicht bestritten werden. Und ebenso freuen wir uns darueber, dass die Welt nun weiss, dass wir nicht die einzigen Reisespontis sind, die ihre Pläne gerne von einer auf die andere Sekunde ändern. Zusammen mit Ulrike können wir da vielleicht einen Club von Leuten gruenden, fuer die der Weg das eigentliche Ziel ist!<br />
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Der gestrige Tag begann mit einem stärkenden Fruehstueck in unserem Hotel am Stockholmer Stadtrand. Nachdem sich Claudis Achillessehne wieder beruhugt hatte, rödelten wir die Räder auf und machten uns auf den Weg raus aus der Stadt. Keine leichte Aufgabe, denn Stockholm liegt inmitten eines riesigen Ballungsgebietes und ist umringt von einem Mantel aus hässlichen und langweiligen Wohn-Trabantenstädten. Dabei handelt es sich um eigenständige Kommunnen, die allerdings nur den Zweck zu haben scheinen, Wohn- und Schlafstädte der metropolen Arbeitnehmerschaft zu sein. So arbeiteten wir uns anhand eines Stadtplanes durch das Strassengewirr von Arby, Huddinge und Tumba. Zu sehen gab es im wesentlichen Wohnblocks ueber Wohnblocks, dazwischen funktionale Schulgebäude, Altenheime, Geschäfte und was es sonst noch so an öffentlichen Einrichtungen gibt. Eine Art Luebeck-Moisling (oder Berlin-Marzahn / Schwalbach Limesstadt) in gross. Nach zwei Stunden und 20 Kilometern waren wir endlich raus aus dem Moloch und radelten ueber kleine Landstrassen auf die Insel Mörkö zu. Dabei ging es durch liebliche Landschaften und kleine Weiler, die nur aus ein paar der typischen falunroten Schwedenhäuschen bestanden. Die Topographie fiel dabei fortgeschritten huegelig aus, was kräftig Beinschmalz einforderte.<br />
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Unser Zelt schlugen wir dann auf dem Campingplatz Skansund auf - tatsächlich dem gleichen, den ich vor 5 Jahren schonmal genossen hatte. Allerdings campten wir direkt am Wasser der Ostsee, weswegen wir von den spiessigen Wagenburgen der Dauercamper nicht viel mitbekamen. Als gegen Abend dann auch noch der Himmel aufklarte und die Sonne auf unsere Weinbecher schien, war die Radreise nach all den Strapazen wieder in Ordnung. <br />
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Heute Morgen ging es bei bestem Wetter los nach Nyköping. Auf ruhigen Strassen radelten wir durch leicht wellige Landschaften, idyllische Dörfchen und weite Seenlandschaften. Im Laufe der Zeit verzog sich leider der Himmel ein wenig, Regen fiel aber nicht. Allerdings hatten wir es auf weiten Strecken mit dem Lieblingsfeind aller Radler zu tun: dem Gegenwind.  Nach 65 km erreichten wir schliesslich Nyköping, eine eher gesichtslose Kleinstadt. Unser erster Weg fuehrte uns in die TouriInfo, wo wir uns nach einem Hotel erkundigten. Hier gibt es zwar auch einen Campingplatz, doch dieser liegt 13 km ausserhlab der City und dazu noch in der komplett falschen Richtung. Unzumutbar also fuer Outdoor-Ueberlebenskuensler wie uns. Nun nächtigen wir inmitten der Innenstadt, 50 Meter entfernt von der zweitwichtigsten Einrichtung schwedischer Städte, dem Systembolaget.<br />
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Um ein Haar hätte unsere Reise dabei einen herben Rueckschlag erlitten: Beim Einchecken im Hotel vermisste Claudi plötzlich ihre Huefttasche mit Portemonnaie, Bankkarten und Handy. Eine mittlere Katastrophe. Alles Suchen blieb erfolglos, und selbst ein Besuch in der TouriInfo fuehrt zu nichts. Resigniert bezogen wir unser Zimmer, um danach die Polizei aufzusuchen, Karten und Handy sperren und den Notstand ausrufen zu lassen. Dabei stellte ich fest, dass sich Claudis Wertsachen in einer meiner Packtaschen befanden. Sie hatte sie versehentlich dort hineingepackt, und keiner kam auf die Idee, mal einfach dort nachzusehen. 30 Minuten Adrenalinstoss und Ärger umsonst. Keine Frage, dass uns das Wiederauffinden der verloren geglaubten Wertsachen wie ein zusätzliches Geschenk vorkam. Grund genug jedenfalls, um im Systembolaget ein wenig Wein zum Anstossen zu kaufen.<br />
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Eigentlich hätten wir noch so viel mehr zu berichten, auch Claudi möchte noch gerne ihren Senf beisteuern, doch leider schliesst der Laden gerade, in dem wir sitzen und das Personal macht Anstalten, uns hinaus zu komplementieren. Vielleicht schaffen wir morgen noch ein paar Worte...   <br />
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 <pubDate>Wed, 11 Aug 2010 18:02:35 +0200</pubDate>
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