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Reisen als Welt- und Selbsterleben

Zweimal Berlin

Dass Idioten Autos steuern dürfen, sieht man täglich. Religiöse Fanatiker, Islamisten und Attentäter dürfen und tun das auch - letztere dann gerne mal in Menschenmengen.

Ja, Autos sind Waffen! Das hat auch schon jene Zusammenrottung von Psychoten gemerkt, die unter dem Namen "Islamischer Staat" so ziemlich alles tut, ihren Gott als den Satan dastehen zu lassen.

Auch Anis Amri konnte und durfte Auto fahren. Auf dem Berliner Breitscheidplatz hat er mit einem LKW zwölf Menschen getötet und über 50 verletzt. Auch in diesem Falle war der Terror mal wieder männlich und religiös.

Schnell beginnt das öffentliche Gedenken und Trauern. Am Breitscheidplatz entsteht ein Meer aus Kerzen und Blumen. In der Gedächtniskirche wird ein Gedenkgottesdienst mit politischer Prominenz veranstaltet. Berlins Regierender Bürgermeister ist mit von der Partie, "Wir-schaffen-das"-Merkel auch. Pfarrer Gauck hält eine TV-Ansprache und faselt von freiheitlichen Werten.

Seitdem partroullieren bewaffnete Polizisten über Weihnachtsmärkte. Einige in etablierten Parteien untergekommene Antidemokraten fordern reflexhaft den Einsatz der Bundeswehr im Innern und mehr öffentliche Videoüberwachung.

Ein Fahrverbot für LKW in Innenstädten wäre viel effektiver! In diesem Jahr wurden in Berlin acht Radfahrer durch LKW-Fahrer getötet, vier weitere durch PKW-Fahrer. Ein öffentlicher Aufschrei blieb stets aus. Es gab auch keine Ansprachen und Gedenkgottesdienste.

Stattdessen jede Menge Zynismus und Häme in Online-Kommentaren. Sie seien doch selbst schuld, die Radler. Radelten viel zu schnell, zu unachtsam, ohne Helm, ohne Licht, bestünden immer auf ihre Vorfahrt und vieles mehr. Und die armen LKW-Fahrer, ach wie schwer sei doch ihre Arbeit.

Die Justiz bläst ins gleiche Horn, wenn die Strafen für derartige Tötungen milder ausfallen, als für Ladendiebstähle oder Sachbeschädigungen. Im Verkehr gehört der Tod Schwächerer eben dazu.

Der größte Fehler Anis Amris war, sich vom Ort des Massakers zu entfernen. Hätte er versichert, einen Krampf im Bein gehabt und panisch in die falsche Richtung gesteuert zu haben, wäre ihm sicher nicht viel passiert. Ein paar Monate Bewährungsstrafe, ein Trinkgeld als Buße - so jedenfalls der Trend der deutschen KFZ-Justiz.

Im Verkehr zu sterben, ist ein anerkannter und gesellschaftlich akzeptierter Tod. Das gehört in einer KFZ-Gesellschaft einfach dazu, ist nicht weiter schlimm und ein ärgerlicher Kollateralschaden. Bei einem Attentat sein Leben zu verlieren nicht. Das ist hochgradig tragisch, furchtbar und verstörend.

Ob es im Endeffekt einen Unterschied macht, von einem Attentäter oder einem unachtsamen Autofahrer getötet zu werden? Für die Getöteten nicht wirklich....

Frank Spatzier, Ende Dezember 2016

  • Die polnische Ostseeküste im Herbst (310 km, 7 Tage)

    [Oktober 2016] Die polnische Ostseeküste ist ein ideales Ziel für eine Radreise - egal zu welcher Jahreszeit. Im Sommer herrscht der Urlaubrsummel, im Herbst ist die Region ruhig und fast schon meditativ bis besinnlich. Hinzu kommt, dass man in Polen sehr wohl verstanden hat, wie wichtig der Fahrradtourismus ist. So gibt es jede Menge neue Radwege. Und dort, wo noch keine sind, wird fleißig dran gebaut.

    Diese kurze Radreise führte von Świnoujście (Swinemünde) auf der Insel Usedom über Kołobrzeg (Kolberg), Darłowo (Stolpmünde) und Ustka (Stolpmünde) nach Słupsk (Stolp). Und sogar das Wetter hat mitgespielt - zumindest einigermaßen...

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    30.12.16
  • Radreise Lübeck - Białystok (1.148,52 km, 32 Tage)

    [Juli / August 2016] Diese Reise führte von Lübeck ins ostpolnische Białystok - leider mit einer kleinen Zugpassage zwischen Konin und Warschau. Diese "Schummelei" hatte zwei Gründe: Zum einen wurde ich zum ersten Mal während einer Radreise ernsthaft krank und zum anderen gab es nirgendwo geeignetes Kartenmaterial zu Masowien.

    Highlights ware die komplette Durchquerung Berlins von West nach Ost, die alte Stadt Posen sowie natürlich das pulsierende Warschau. Nicht zu vergessen Konin, das in seiner Hässlichkeit einen interessanten Kontrast setzte. Richtig schön wurde es aber erst östlich von Warschau. Mit seinen weiten Wäldern, kleinen Dörfchen und den typischen Holzhäuschen gehört Ostpolen zu den sehenswertesten Radreise-Regionen Polens.

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    27.12.16
  • Radreise Ostpolen - Weissrussland (1.305 km, 31 Tage)

    [Juli / August 2015] Eine ausgedehnte Radreise in den Osten Polens und das bis dahin unbekannte Weissrussland. Mit der Bahn ging es über Berlin nach Warschau, wo die eigentliche Radreise begann. Im Białowieża-Nationalpark machten wir drei Tage Station, bevor es auf die weissrussische Seite des Parks nach Kamianiuki (Kaмянюki) ging.

    Anschliessend radelten wir weiter über Baranovichi (Бapaнaвiчi) bis nach Minsk (Miнск). Seit dem steht die belarussische Hauptstadt ganz oben auf der Liste unserer Lieblingsstädte. Aus Zeitgründen nahmen wir einen Zug nach Brest (Бpзст) und radelten von dort zurück nach Warschau.

    Seitdem steht fest: Weissrussland eignet sich hervorragend für eine Radreise. Wir werden ganz sicher wiederkommen!

    Radereisen
    Östliches Europa
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    25.12.15
  • Herbsttour Lübeck - Schwerin - Rerik (308 km, 3 Tage)

    [Oktober 2015] Eine kleine Herbsttour mit Rad und Zelt durch das nordwestliche Mecklenburg in den letzten Oktobertagen 2015. Und das waren goldene, denn das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite. Die bunten Blätter an den Bäumen verbreiteten nicht nur einen Hauch von Indian Summer, verfingen sich aber zum Ausgleich oft genug zwischen Reifen und Schutzblech.

    Die Route führte in drei Etappen von Lübeck nach Raben-Steinfeld bei Schwerin , dann weiter zum beschaulichen Ostseebad Rerik und schließlich über Wismar wieder zurück nach Lübeck. 300 Kilometer an drei Tagen durch norddeutsche Landschaften, denen die Jahreszeit einen mehr als schmückenden Anstrich verliehen hatte.



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    Deutschland
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    04.11.15
  • Tagestour Lübeck - Hamburg - Lübeck (162 km, Fotobericht)

    [Mai 2015] Mal wieder eine kilometerfressende Gewalttour von Lübeck nach Hamburg und zurück - übrigens schon die zweite in diesem Jahr. Dieses Mal ging es allerdings auf die andere Seite der Elbe, und zwar durch den Alten Elbtunnel. Und alleine schon das ist ein Erlebnis für sich.

    Auch die Aussichten vom Hafengebiet auf die Innenstadt waren diesen Umweg wert.



    Tagestour
    Online seit
    17.05.15
  • Mit dem Kanadier über die Wakenitz (kleiner Fotobericht)

    [Mai 2015] "Amazonas des Nordens" ist - wenn überhaupt - nur ein sehr liebevoller Vergleich zum südamerikanischen Original: Mit nur 15 Kilometern Länge und eher kühlen nordischen Klimabedingungen kann die Wakenitz dem Amazonas wohl kaum das Wasser reichen.

    Trotzdem darf sich der kleine Fluss zu den schönsten Schleswig-Holsteins zählen. Still mäandert er durch urwüchsige Waldlandschaften und Naturschutzgebiete, die einzig durch die lärmige Brücke der A20 zwischen Groß Grönau und Rothenhusen gestört werden. Aber im Land des Autowahns wird man wohl nicht eher mit dem Asphaltieren aufhören, bevor das letze Naturidyll mit einer Autobahn zerstört wird.

    Wie dem auch sei, die Wakenitz lässt sich am besten auf einem Paddelboot erkunden. Anfang Mai sind wir das erste Mal in diesem Jahr von Lübeck-Strecknitz nach Rothenhusen und zurück gepaddelt.

    Lübecker Ansichten
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    04.05.15
  • Radreise um das Stettiner Haff in drei Tagen (287 km, Fotobericht)

    [August 2014] Was im Vor-Urlaub vier Tage dauerte, haben wir im Nach-Urlaub innerhalb von drei Tagen geschafft - die Umrundung des Stettiner Haffs. Klar, dass diese Tour schon dieses Frühjahr auf dem Plan steht. Dann soll es allerdings nur zwei Tage dauern. Und im Sommer dann an nur einen einzigen Tag.

    Wie dem auch sei, die im Fotobericht gezeigte Tour begann in Szczecin, führte über Międzyzdroje (Misdroy) und Świnoujście (Swinemünde) nach Usedom, ging weiter durch Ueckermünde und Hintersee zu den chemischen Werken im polnischen Police (Pölitz). Von dort aus war es dann nur noch ein Katzensprung zurück nach Szczecin.

    Radreisen
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    18.02.15
  • Radreise durch das Memelland, Ostpreussen und Masuren (1002 km)

    [August 2014] Was lange währt, wird endlich gut, könnte die Devise für diesen Reisebericht lauten. Immerhin fast ein halbes Jahr liegt zwischen Reise und Veröffentlichung des Berichts. Dieser hat es zum Ausgleich faustdick in sich und beschreibt mit über 200 Fotos eine Radreise durch eine historisch hochinteressante Region Europas.

    Thematisch bilden Memelland (Litauen) und Masuren (Polen) zwei Schwerpunkte, die sich unter dem Mantel des ehemaligen Ostpreußen friedlich miteinander vereinen. Die Reise begann in der litauischen Hafenstadt Klaipėda von der aus es über Šilutė (Heydekrug) nach Lumpėnai (Lompoenen) mitten ins Memelland ging.

    Anschließend radelten wir weiter in den Nordosten Polens nach Suwałki (Schaulen) und Wigry, bevor wir Masuren der Breite nach durchquerten. Den Abschluss bildete das Ermland sowie der Osten Pommerns mit der quirligen Großstadt Danzig.

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    17.02.15
  • Radreise um das Stettiner Haff in vier Tagen (271 km)

    [Juli 2014] Claudia und ich haben etwas Neues eingeführt: Den Vorurlaub, also den Urlaub vor dem Urlaub. Oder den Urlaub zur Einstimmung auf den Urlaub. Und da für uns Urlaub ein Synonym für Reise ist, ist der Vorurlaub nichts anderes, als eine Vor-Reise, eine Reise zur Einstimmung auf eine Reise.

    Diese erste und recht gemächliche Runde um das Stettiner Haff herum sollte uns auf die anschließende Radreise durch das ehemalige Ostpreußen (Bericht ist in Arbeit) vorbereiten. Doch es wurde mehr als eine Einstimmung, denn das Stettiner Haff ist eine wunderbare Radreise-Region.

    Mit den idyllischen Landschaften der Ückermünder Heide, dem verwunschenen Anklamer Stadtbruch oder dem südlichen Teil der Insel Usedom konnte die deutsche Seite der Rundreise mehr als überzeugen.

    Aber auch Polen begeisterte mit dem quirligen Seebad Świnoujście (Swinemünde), dem beschaulichen Städtchen Stepenica (Stepenitz) und natürlich der sympathischen Großstadt Szczecin (Stettin).

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    25.12.14
  • Herrentour Lübeck - Schwerin - Wismar - Lübeck (Fotobericht)

    [Juni 2014] Eine Herrentour ist schon etwas Besonderes. Im Vordergrund steht nicht unbedingt die sportliche Leistung. Diese zwar auch, aber hinzu kommt eine gehörige Portion Hedonismus. Will heißen, Landschaften und Städte dürfen gerne zusammen mit einem oder mehreren guten Bieren genossen werden.

    Die Route als solche führte zu altbewährten Zielen im mecklenburgischen Umland Lübecks, allen voran die Landeshauptstadt Schwerin sowie die Hanse- und Hafenstadt Wismar. Also zu vielen schönen Plätzen, die zum Genuss eines leckeren Bieres einladen.

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    22.08.14
  • Neue Tagestouren: Die Mecklenburger Grenzroute und die Schönberger Runde

    [April / Juli 2014] Zwei nicht ganz so lange Tagestouren durch das mecklenburgische Umland Lübecks. Die Schönberger Runde ist eine entspannte Tour durch leicht hügeliges Agrarland in die Kleinstadt Schönberg im nordwestlichsten Zipfel Mecklenburgs - und bei Bedarf auch mit ein wenig Nervenkitzel in den schier unendlichen Weiten der Palinger Heide. Dort kann man sich nämlich so wunderbar unterhaltsam Verirren.

    Auf der Mecklenburger Grenzroute überquert man mehrere Male die ehemalige Zonengrenze, die heute ganz unspektakulär Mecklenburg-Vorpommern von Schleswig-Holstein trennt. Zum Ausgleich begeistern mecklenburgische Dörfer, idyllische Landschaften und mit dem Großen Ratzeburger See, dem Mechower See, dem Roggeliner See und der Wakenitz auch jede Menge Wasser.

    Tagestouren
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    22.08.14
  • Kurze Radreise von Lübeck nach Stettin

    [April 2014 / Fotobericht] Eine kurze Auftakt-Radreise zum Beginn der diesjährigen Saison. Leider musste wegen starken Sturmes gleich am ersten Tag der Zug benutzt werden, da ein Radeln zu gefährlich gewesen wäre. So wurden aus ca. 330 anpeilten Kilometern letztlich nur knapp über 260.

    Die Route führte von Lübeck über Schönberg in das hübsche Städtchen Bützow. Weiter ging es über Güstrow und Teterow in die Mecklenburgische Schweiz mit ihren teils recht ansehnlichen Bergen. Die letzte Etappe führte von Friedland in der Uckermark über Pasewalk an den kleinen Grenzübergang bei Blankensee.

    Die letzten Kilometer durch Polen führten in eine andere Welt - eine Welt, in der auch kleine Ortschaften einen Einkaufsladen besitzen. Szczecin mit seinen über 400.000 Einwohnern bildet dann einen urbanen Kontrast zu den ländlichen Gefilden der Uckermark.

    Radreisen
    Deutschland
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    14.04.14
  • Berliner Streifzüge 3

    Frankfurter Allee

    [Februar 2014] Berlin ist immer eine sehenswerte Stadt - auch im Winter. Und das besonders dann, wenn sich der Winter nicht besonders viel Mühe mit der Kälte gibt. Ziele dieses Besuches waren der Prenzlauer Berg sowie das lauschige Weißensee.

    Für die Besichtigung des Käthe-Kollwitz-Museums mussten wir tatsächlich und gegen unseren Willen das östliche Charlottenburg mit Ku′damm und Bahnhof Zoo aufsuchen. Eine Gegend, um die wir in Berlin immer einen weiten Bogen machen. Weiterhin unternahmen wir einen Ausflug an den Rand der Stadt, und zwar in die Köpenicker Altstadt.

    Berliner Streifzüge
    Spa(t)ziergänge durch die Hauptstadt
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    21.03.14
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  • Haindl-Spatzier-Projekt

    Fostex FE 206 En im Gehäuse BK 208 - Bau eines Backloaded- Exponentialhorns
    Fostex BK 208

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